Magdalena Rogl ist Kommunikationsspezialistin bei Microsoft Deutschland. Als „Head of Digital Channels“ verantwortet sie den Bereich Social Media und Internal Communications. Im Interview erklärt sie, warum neue Arbeitsformen kein Selbstzweck sind, sondern letztlich auch dem Arbeitgeber dienen.  
 

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Magdalena Rogl
Bei Microsoft Deutschland verantwortet sie mit ihrem Team Social Media, Newsroom, Blog und die Influencer Relations. 2017 erhielt sie den Digital Female Leader Award, 2018 die Auszeichnung als eine der „25 Frauen, die unsere Wirtschaft revolutionieren“.


Magdalena, alle sprechen von New Work. Was ist damit gemeint? 

Da gibt es keine klare, allgemeine Definition. Für mich ist damit eine neue Art des Arbeitens gemeint, sodass ich selbst festlegen kann, wann und wo ich arbeite. 

Also auch mal samstags um 22 Uhr? Das ist aber ungewöhnlich!  

Es heißt, dann arbeiten zu können, nicht müssen. Wir bei Microsoft können uns die Zeiten so einteilen, wie es zu unserem Leben passt. Es ist doch sehr angenehm, wenn uns die Arbeit nicht in ein Korsett zwingt. Ich will doch nicht meine Zeit am Schreibtisch absitzen. Wir nennen das Vertrauensarbeitszeit. Das ist bei mir besonders hilfreich, mit vier Kindern zwischen 9 und 17 Jahren. 

Entsteht bei solchen Arbeitszeiten nicht Anarchie in der Firma? 

Eine gewisse Anarchie ist wichtig, um innovativ arbeiten zu können und seine Kreativität zu entfalten. Für manche ist das natürlich durchaus schwierig, auch ich habe ein paar Wochen gebraucht, um mich daran zu gewöhnen.  

Braucht es für New Work besondere Technik? 

Die Technologie steht an zweiter Stelle. Zunächst einmal geht es darum, einen Kulturwandel zu schaffen. Der Arbeitgeber muss einen Vertrauensvorschuss geben. Von Unternehmen, die das noch nicht leben, wird oft gefragt: Arbeiten die Leute wirklich? Oder nutzen sie die Situation aus? Es fordert Vertrauen und Mut, diese neuen Arbeitsformen einzuführen. Natürlich braucht es am Ende auch die passende Technik. Ich muss von überall aus auf alles zugreifen können. Die Cloud ist wichtig. Man benötigt Collaboration-Plattformen, um auf eine gemeinsame Planung und gemeinsame Ressourcen zugreifen zu können. Das Tool dirico.io und unser Programm Microsoft Teams erleichtern da natürlich die redaktionelle Arbeit. 

Alles, weil Social Media so populär geworden ist? 

Social Media ist inzwischen ein absoluter Teil der Normalität. Das ist nichts Verrücktes mehr. Wir schaffen bei Microsoft die Arbeitsgrundlagen dafür, dass möglichst viele Mitarbeiter auf Social Media aktiv sind. Auch für „Employee Branding“ gilt: Es braucht Vertrauen, keine zig Guidelines. Eine starke Bindung ist wichtig, damit man über seine Arbeit in der Öffentlichkeit sprechen kann. 

Darum sollte auch ein CEO twittern? 

Positive Vorbilder sind wichtig, darum sollte definitiv auch ein CEO in Social Media aktiv sein. Für uns ist natürlich LinkedIn eine wichtige Plattform … 

… die ja von Microsoft gekauft wurde und mittlerweile eine halbe Milliarde User zählt… 

… richtig, und für uns hilft die Plattform unter anderem dabei, Talente für Microsoft zu begeistern. Twitter ist andererseits wichtig, um gegenüber den Medien und Journalisten ansprechbar zu sein. 

Manch einer befürchtet, sich in den sozialen Medien zu verlieren und endlos Kommentare beantworten zu müssen. 

Man muss nicht jeden Kommentar beantworten. Und die großen Unternehmen haben alle ihre Kommunikationsteams, die die Führungskräfte dabei unterstützen. In der Startphase auf Social Media hat man natürlich ein besonderes Augenmerk auf die Reaktionen, aber recht schnell läuft Social Media einfach so mit und ist professionalisiert. 

Dieser Beitrag ist Teil unseres Corporate Newsroom Magazins, in dem wir viele Best Practices und Experten vorstellen.

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